bremer kriminal theater
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Das SPANNENDSTE Theater Bremens...

 

Patricia Highsmith

ZWEI FREMDE IM ZUG

Auf einer Zugfahrt kommen zwei allein Reisende ins Gespräch. Dabei erläutert der leicht angetrunkene Bruno dem staunenden Guy seine Theorie: Wenn zwei einander völlig Fremde - wie zum Beispiel sie - verabreden würden, jeweils einen Menschen umzubringen, der dem anderen im Wege ist, käme das dem perfekten Mord ziemlich nahe. Wenn also er, Bruno, die Noch-Ehefrau Guys aus dem Weg schaffen würde und wiederum Guy dafür Brunos verhassten Vater eliminierte, gäbe es kein nachverfolgbares Motiv, dafür aber handfeste Alibis, mit einem Wort: nichts, was der Polizei auch nur eine Spur lieferte.

Guy lacht über die Ausführungen seines Gegenübers. Doch zwei Tage später ist seine Frau tot...

Patricia Highsmiths 1950 erschienener Debütroman machte sie über Nacht berühmt - so lautet die Mär. Tatsächlich wurde der Stoff schon ein Jahr später weltbekannt, aber in Form seiner Verfilmung durch Alfred Hitchcock, einer völlig überarbeiteten Version, die bestenfalls die Hälfte der Story erzählt. Die Durchsetzung der Autorin und ihres Buches sollte erheblich länger dauern und ist ein Paradebeispiel dafür, wie schwer es einem in seinen gängigen Denk- und Vorurteilsmustern gefangenen Literaturbetrieb fiel, einen Kriminalroman als Literatur anzuerkennen.

So fand der Roman erst sechzehn Jahre später einen deutschen Verlag. Dort erschien er unter dem überflüssigen Titel "Alibi für zwei" in gekürzter Fassung. Spätere Auflagen erscheinen unter dem Originaltitel, aber noch immer gekürzt. Erst im Jahre 2002, also 51 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung, erscheint die erste vollständige deutsche Übersetzung.

Mit: Christian Aumer, Denis Fischer, Martin Leßmann & Janina Zamani

Regie: Ralf Knapp

Premiere am 31. März 2017