bremer kriminal theater
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Das SPANNENDSTE Theater Bremens...

 

Fördern, was es schwer hat...

Seit fast sieben Jahren unterbreitet das bremer kriminal theater nun ein kontinuierliches Theaterangebot auf höchstem Niveau. In dieser Zeit haben wir nicht einen Euro aus öffentlichen Fördermitteln bekommen. Über viele Monate der Vorbereitungs- und Anfangszeit haben wir in der Leitung ganz darauf verzichtet, uns Gagen oder Gehälter auszuzahlen. Und seither ist es auch nicht toll. Ganz im Gegenteil: wir haben noch eine ganze Menge Geld in die Hand nehmen müssen, um die Spielstätte in der Friesenstraße umzubauen und den Spielbetrieb in Fahrt zu bringen.

Viele, eigentlich alle Mitarbeiter des bremer kriminal theaters haben enorm dabei geholfen, das Projekt auf die Schiene zu setzen und über Wasser zu halten. Weil sie gut fanden, was wir da initiierten, die künstlerische Arbeit und die Atmosphäre am Haus schätzten, haben sie hier unter manchmal schwierigen und auch für sie finanziell nicht besonders ergiebigen Bedingungen gearbeitet.

Das alles lässt sich so allerdings nicht endlos in die Zukunft fortsetzen. Die Selbstausbeutung mag angehen, solange es gilt, Menschen von den künstlerischen Potentialen einer Konstellation zu überzeugen, solange es braucht, ihnen klarzumachen, dass da etwas entsteht, was in einem ganz umfassenden Sinne spannend ist. 

Die Bremer Kulturpolitik macht es sich einfach. Ihre Maxime lautet: Privattheater werden nicht gefördert. So zieht sie sich mehr und mehr aus ihrer Verantwortung für einen Gutteil der kulturellen Landschaft zurück. Denn die Frage, ob sich etwas als sinnvoll für die Bremer Theaterlandschaft erweist, bleibt bei dieser von jedem inhaltlichen Gedanken befreiten Formel unberührt. 

So kategorisiert man uns dort noch immer als reines Unterhaltungstheater und verkennt, dass hier im absoluten Niemandsland der Bremer Theaterlandschaft ein wahres Kleinod entstanden ist, das Unterhaltung, Professionalität und Anspruch auf einzigartige Weise miteinander verbindet. Und das damit einen solitären Beitrag dazu leistet, die weit klaffende ästhetische Lücke zwischen den subventionierten und den privaten Bremer Theatern zu schließen.

Die funktionierende Theaterlandschaft einer Stadt muss ein diversifiziertes Angebot für verschiedene Publikumsschichten bereithalten. Inklusive der Chance für jeden einzelnen Zuschauer, für ihn gangbare Alternativen zu finden, sollte er mit dem Programm des einen oder anderen Theaters nicht mehr zufrieden sein.

In Bremen hat, seit man den Sektor des Unterhaltungstheaters dem freien Markt überließ, eine solche Polarisierung zwischen den Bühnen stattgefunden, dass im Prinzip keine Vermittlung mehr möglich ist. Dafür stehen sich die subventionierten und die privaten Theater mit einem zu großen, einem schier unüberbrückbaren Abstand gegenüber. Aus einem ehemaligen Abonnenten des Bremer Theaters wird nun einmal kein leidenschaftlicher z.B. Theaterschiff-Gänger werden; und umgekehrt aus z.B. einem Fritz-Besucher kaum ein neuer Abonnent des Bremer Theaters. 

Es braucht diese vermittelnden Institutionen, die nach beiden Seiten hin auffangen, was wegzubrechen droht! Sonst weichen  die Zuschauer entweder in andere Städte aus oder kehren dem Medium Theater ganz den Rücken. Beides in nicht geringer Zahl in Bremen feststellbar - und beides wahrlich kein Symptom einer funktionierenden städtischen Theaterlandschaft.

Unterhaltung ist ein weiter Begriff. Wir scheuen uns prinzipiell nicht, ihn für uns zu reklamieren. Denn wir wissen, wir befinden uns dabei in bester Gesellschaft; selbst Brecht wollte sein Theater stets als Unterhaltungstheater verstanden wissen. Aber wer den Begriff der Unterhaltung allein dem freien Markt überlässt, wird am Ende eine entsprechende Unterhaltungslandschaft zu verantworten haben. Auch hier zeitigt der Neoliberalismus verheerende Ergebnisse!

Wir wissen, wir haben mittlerweile viele unter unseren Zuschauern, die das ganz genauso sehen - und die bereit sind, für das Theater ihrer Wahl zu kämpfen. Das wurde spätestens im letzten Jahr deutlich, als uns die Kündigung der Spielstätte in der Friesenstraße in eine existenzbedrohende Lage brachte. Vor diesem Hintergrund haben wir begonnen, die spürbare Hilfsbereitschaft unserer Zuschauer zu einer wirklichen Lobby zu bündeln, und den Förderverein "Freunde der italienischen Oper" ins Leben gerufen. Und gemeinsam mit den Zuwendungen der Stiftungen ist ein Spendenbetrag zusammengekommen, ohne den wir den Umzug nicht hätten bewältigen können.

Aber mit dem vollzogenen Umzug ist das Thema leider noch nicht zu Ende. Sicher: das spannendste Theater Bremens ist jetzt auch noch im schönsten Theatersaal der Stadt ansässig. Aber finanziell bleibt diese Kündigung und ihre Konsequenzen eine Katastrophe! Gebeutelt und gerupft durch den halbwegs bewältigten Umzug sind wir hier vor Ort mit doch erheblich höheren Betriebskosten konfrontiert. Die Einbrüche bei der Zuschauerzahl, die wir in unseren ersten Monaten in der Theodorstraße haben in Kauf nehmen müssen, haben die Ressourcen endgültig abschmelzen lassen.

Die Lage bleibt also ernst. Von Entwarnung kann weniger denn je die Rede sein. Und wir müssen unter dieser Bleidecke der existenzbedrohenden Umstände endlich einmal herauskommen, um uns weiterhin vernünftig unserer eigentlichen Arbeit widmen zu können.

Deshalb bleibt uns in den kommenden Wochen und Monaten nichts anderes übrig, als in zwei Richtungen aktiv zu werden: zum einen müssen wir erneut den Dialog mit der Kulturpolitik suchen und zum anderen den Ausbau des Fördervereins weiter vorantreiben.

Dazu haben wir die Aktion 500 ins Leben gerufen. Sie hat zum Ziel, die Zahl der Fördervereinsmitglieder von derzeit 100 auf 500 zu erweitern - das würde es erlauben, allein aus den Mitgliedsbeiträgen die gestiegenen Betriebskosten zu decken. Und gibt es ein besseres Argument in den Gesprächen mit der Kulturpolitik, als wenn durch den erfolgreichen Abschluss dieser Aktion dokumentiert werden könnte, wieviele Menschen hinter diesem ihrem Theater stehen?


Deshalb: Werden auch Sie Mitglied bei den "Freunden der italienischen Oper". Mit einem Jahresbeitrag von 60.- € (den Sie natürlich nach Belieben erhöhen können und der in jedem Fall steuerlich absetzbar ist) können Sie vieles zugleich erreichen: Sie rücken dem Theater, seinen Machern und ihren Plänen ganz nah; Sie erfahren alles, was das Theater betrifft, aus erster Hand; Sie können mit uns diskutieren, wie eine Hilfe für das Theater ganz konkret aussehen könnte.  All das kann, nichts muss - Sie können uns natürlich auch schlicht als "stiller Teilhaber" des Fördervereins in unserem Konzept eines anspruchsvollen Unterhaltungstheaters unterstützen. In jedem Fall helfen Sie uns, weiterhin unsere und hoffentlich auch Ihre Vorstellung von einem lebendigen, intelligenten zeitgemäßen Theater, einer spannenden und zeitgemäßen Form der Unterhaltung umzusetzen.



Förderverein - Mitgliedserklärung
Hier können Sie den Antrag auf Mitgliedschaft downloaden. Bitte ausdrucken und uns aus- gefüllt und unterschrieben postalisch oder per Mail zukommen lassen.
Förderverein.pdf (197.18KB)
Förderverein - Mitgliedserklärung
Hier können Sie den Antrag auf Mitgliedschaft downloaden. Bitte ausdrucken und uns aus- gefüllt und unterschrieben postalisch oder per Mail zukommen lassen.
Förderverein.pdf (197.18KB)


Wie auch immer: Stärken Sie uns den Rücken!

Werden Sie Mitglied!




Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Karin-und-Uwe-Hollweg-Stiftung!


Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Waldemar-Koch-Stiftung.


Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Stiftung der Sparkasse Bremen.


Wir bedanken uns ganz herzlich bei den bisherigen Mitgliedern des Fördervereins*


Dr. Rolf Anselm,

Olaf Aul,

Andreas Behrends,

Peter Benner,

Jochen Biet,

Matthias Braband,

Dr. Götz Brandt,

Kirsten Brauer,

Norbert Brauer,

Manfred Brückner,

Christian Bruhn,

Marco Bullwinkel,

Silke Burmeister,

Karin Busch,

Eva Dahm,

Helmut Denker,

Valentino Di Candido,

Joachim Drews,

Ulrike Erb, 

Torben Gille,

Kerstin Grau,

Anke Heidmann,

Karsten Hein,

Doris Hentschel,

Kirsten Hildebrecht,

Nikola Kaste,

Adelarisa Kedenburg,

Erik Kistner,

Georg Knapp,

Barbara Kurzawski,

Christel Löser,

Jürgen Maly,

Sabine Meinke,

Katja Meß-Welfing,

Anke Mittmann,

Hans-Heiner Noack,

Sabine Noack,

Bianca Oostendorp,

Inga Otten,

Marion Remlinger,

Michael Rettig,

Klaus Rudweleit,

Christian Russ,

Inga Russ,

Ursula Sadowski,

Angelika Schierer,

Michael Schierer,

Thomas Schleppegrell,

Kay Schmitz,

Silke Schütte,

Dr. Kai Seyffarth,

Elke Skorzik,

Jochen Sodenkamp,

Wolfgang Soppa,

Klaus Henner Spierling,

Wolfgang Stange,

Simone Stegmann,

Anke Thiessen,

Karin Thiessen,

Maren Thiessen,

Philipp Thiessen,

Elke Tobis,

Karin Uthoff,

Rommy Villwock,

Andy Wallace,

Gerald Wagner,

Tilmann Warnke,

Marion Werner,

Lena Winkel-Kantereit,

Gerti Wolf,

Peter Zimmermann,

Ute Zimmermann


* auch bei denen natürlich, die auf die Veröffentlichung Ihres Namens verzichten wollten